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Sinnlos?
Neulich kam diese Meldung: 10.021 Menschen haben sich 2010 in Deutschland selbst getötet. Alle 53 Minuten setzt in Deutschland ein Mensch seinem Leben ein Ende, alle fünf Minuten findet ein Selbstmordversuch statt.
Leider gibt es viel zu viele Menschen, die das Leben sinnlos finden. Dieses Phänomen zieht sich wohl durch alle Schichten und gesellschaftliche Gruppierungen. Eine Gruppe von Menschen kenne ich jedoch, dort gibt es keinen einzigen, der das Leben sinnlos findet. Es sind die Verliebten. Wer verliebt und geliebt ist, empfindet das Leben lebenswert und sinnvoll. Weil er eben geliebt ist.
Das wünscht Gott übrigens jedem Menschen. Liebe macht das Leben sinnvoll. Und weil Gott weiß, dass unsere menschliche Liebe kaputt gehen kann - weil er weiß, dass viele Zeitgenossen ohne menschliche Liebe aufwachsen oder ein Leben ohne Liebe aushalten müssen - weil er weiß, dass unsere liebsten Menschen sterblich sind, deshalb hat er seine Liebe in unsere Welt geschickt. Deshalb hat er Jesus geschickt, damit alle Menschen seine Liebe erfahren und beim Sohn Gottes den Sinn fürs Leben finden.
Und das bietet Jesus allen an: Den Verliebten und den Enttäuschten, den Singles und den Ehepaaren...
Lutz Scheufler
Immer vergeben?
Jesus sprach: „...Wenn dein Bruder sündigt, so halte es ihm vor; und wenn es ihn reut, vergib ihm.“ Lk. 17, 3
Ab und zu bin ich baff. Da wird eine Frau, die vom Ehemann verprügelt wurde und um ihr Leben fürchten musste, Christ und bekommt daraufhin von anderen Christen gleich vorgeschrieben: „Jetzt musst du aber vergeben!“ Ihr Ex-Mann hatte aber seine gewalttätigen Ausfälle weder bereut noch um Vergebung gebeten.
Andere erleben schwerstes Leid. Wenn etwa das eigene Kind ermordet wurde. Mich wundert, wenn die Eltern vor laufenden Kameras sagen, dass sie dem Mörder ihres Kindes vergeben haben. Es gab aber kein Gespräch mit dem Mörder und Reue war bei ihm auch nicht zu finden.
Jesus meint: Die Vorraussetzung für Vergebung ist, dass der Schuldige seine Schuld bereut und bekennt. Das zeigt Jesus zudem in der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lk 15,21) und im Gleichnis vom Schalksknecht (Mt 18, 21-35). Jesus hat auch nicht, als er oben am Kreuz hing den Soldaten unterm Kreuz vergeben. Er hat zu Gott für seine Feinde gebetet „Vater vergib ihnen...“.
Eine andere Sache ist, ob ein Christ vergebungsbereit ist - auch wenn der Täter keine Reue zeigt. Bis zur Vergebungsbereitschaft ist es zum Beispiel für Vergewaltigte und Eltern, denen das Kind ermordet wurde ein langer und steiniger Weg. Wer aber dort ankommt und diese schwere Last unters Kreuz bringt, muss nicht verbittern - auch wenn Vergebung vielleicht nie zustande kommt. Und so ein Menschenkind kann dann getrost beten „...wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ - auch dann, wenn der Sünder nicht bereut und Vergebung nicht stattgefunden hat.
Lutz Scheufler
WISSEN SIE, WAS SIE TUN?
Lieber Apostel Paulus,
tut mir echt leid, dass Du beim Kirchentag in Dresden nicht auftreten durftest. Wie ich in der Zeitung lese, waren messianische Juden* nicht erwünscht. Ich hatte immer gehofft, dass das Gedankengut der braunen Sauerei in Deutschland irgendwann aussterben würde. Unter „Adolf dem Verrückten“ hatte die Kirche ja schon mal die getauften Juden raus geworfen!
Vielleicht haben die Kirchentag-Funktionäre einfach nur Angst vor Dir. Du hättest doch die meisten Referenten intellektuell in die Tasche gesteckt. Oder wollten sie vermeiden, dass Du andauernd von Jesus, vom Kreuz, vielleicht gar noch von Himmel und Hölle predigst? Unter Umständen wollten sie Dich sogar schützen! In die grell-bunte Palette der angebotenen Lebensstile hättest Du natürlich nicht gepasst. Ich ahne, was mit Dir passiert wäre, wenn Du gleich neben dem „Zentrum Homosexuelle und Kirche“ platziert worden wärst. Du weißt ja wie intolerant - ja sogar handgreiflich - manche Toleranzprediger werden können.
Angesichts der Ausgrenzung von Judenchristen frage ich mich, wie es dazu passt, dass beim Kirchentags-Abschlussgottesdienst die Kollekte für eine „Koordinierungsstelle gegen Rechts“ gesammelt wurde. Na prima, da kann ja diese Koordinierungsstelle gleich mal den Kirchentag unter die Lupe nehmen.
Langer Rede kurzer Sinn: Lieber Apostel Paulus, ich bitte um Vergebung, dass Du beim Kirchentag in meiner Landeskirche so behandelt wurdest. Ich danke Dir, dass Du als Jude die gute Nachricht von dem Juden Jesus nach Europa gebracht hast.
Dein Lutz Scheufler
* Juden, die Jesus als ihren Messias angenommen haben
Teufelswege
Der Teufel hat zwei Wege um die Christen von Christus wegzubekommen. Der „Weg nach unten“ führt in die Welt ohne Gott. Der christliche Lebensstil ist zu fade, zu altbacken geworden. Und deshalb will man weit weg von Gott etwas erleben. Die biblischen Gebote werden schleichend immer öfter ignoriert. Anfänglich bringt das Spaß, aber keine dauerhafte Freude. Bald wird das Gewissen immun und das Herz weiß nichts mehr vom Beten und Bibellesen.
Die Menschen, bei denen das der Teufel nicht schafft, schiebt er auf den „Weg nach oben“. Da wird „Stille Zeit“ gehalten, dass die Fetzen fliegen. Auf diesem Weg arbeiten sich engagierte Christen zu Super-Aposteln hoch. Andere bauen eine moralische Sprossenleiter um höher stehende Zeitgenossen oder weltverbessernde Gutmenschen zu werden. Bald sind sie so gut drauf, dass sie meinen Jesus am Kreuz nicht mehr nötig zu haben - und der Teufel lacht sich ins Fäustchen.
Jesus bietet zur Rettung nur einen Weg an. Den Weg zum Kreuz. Dort kann kein Mensch etwas leisten. Wenn aber ein Mensch vom Kreuz herkommt, dann hat er Freude an den zehn Geboten und will aus Dankbarkeit für Jesus Gutes tun. Weil Jesus alles getan hat.
Lutz Scheufler