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Eine „demokratische Religion“ ohne Gott löst das Christentum ab

Evangelist: Wie kann man das europäische Haus auf Leichen ungeborener Kinder aufbauen?

M a r b u r g (idea) – Der Jugendevangelist der sächsischen Landeskirche, Lutz Scheufler (Waldenburg-Schwaben), hat dazu aufgerufen, die Hinweiszeichen auf die Wiederkunft Jesu Christi wahrzunehmen. Ein solches Zeichen sei die gegenwärtige Christenverfolgung. „Es hat wohl noch nie so viele Märtyrer gegeben wie heute.“ Neben einer „staatsterroristischen Christenverfolgung“, etwa durch atheistische und islamistische Regime, gebe es auch eine schleichende Methode, um das Christentum auszurotten. Deren Wirkungsweise könne man in Westeuropa beobachten. Die westlichen Gesellschaften gebärdeten sich zwar demokratisch, aber die Medien bestimmten, „was jeder zu denken und zu sagen hat“.
In ihnen komme die Botschaft der Bibel weithin nicht mehr vor: „Damit wird das Christentum in die private Nische gedrückt und verschwindet allmählich von der öffentlichen Bühne.“ An die Stelle des Christentums trete eine „demokratische Religion“, die keinen Herrn über sich dulde. Wer die Maßstäbe der Bibel für allgemeingültig erkläre, „wird als Fundamentalist abgestempelt oder als Nazi beschimpft“, sagte Scheufler am 30. August im Diakonissen-Mutterhaus Hebron in Marburg. Er sprach dort vor rund 1.200 Besuchern des „Christustages“, dem Jahrestreffen der pietistischen Chrischona-Gemeinden in Hessen. Als einen Hinweis auf die Abwendung vom Christentum in Westeuropa wertet es Scheufler auch, daß in der Europäischen Verfassung kein Hinweis auf die Verantwortung vor Gott enthalten sein soll: „Wir sind in Europa gerade dabei, Gott abzuschaffen.“ Angesichts der Abtreibungspraxis innerhalb der Europäischen Union mahnte der Evangelist zur Umkehr: „Wie können wir ein Haus Europa bauen, wenn Abertausende Leichen ungeborener Kinder im Keller liegen?“
© ideaSpektrum Nr. 99/2004