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Scheufler: Worauf es bei Veranstaltungen für Nichtchristen ankommt
S c h w ä b i s c h G m ü n d – Evangelisationsveranstaltungen dürfen sich nicht nur darum drehen, wie man durch den Glauben ein besseres Leben oder eine bessere Ehe führen kann. „Evangelisation ist nicht zuerst Lebenshilfe, sondern Sterbehilfe.“ Das sagte der Jugendevangelist der sächsischen Landeskirche, Lutz Scheufler (Waldenburg-Schwaben), bei der Jahrestagung der Deutschen Evangelistenkonferenz in Schwäbisch Gmünd. Scheufler betonte, dass es bei der Weitergabe des christlichen Glaubens um die „Rettung in Zeit und Ewigkeit gehe“. Um einladend zu sein, sollten potentielle Gäste von Evangelisationsveranstaltungen nicht ausgegrenzt werden. Das geschehe aber durch Formen des traditionellen Gottesdienstes, bei dem Liturgie, Talar und Orgel zum Einsatz kämen, die vielen Zeitgenossen fremd geworden seien. „Wenn Sachsen laut EKD-Statistik die bestbesuchten Gottesdienste hat, dann spricht das nicht für die Gottesdienste, sondern für die Leidensfähigkeit der Christen dort“, so der Jugendevangelist
Musiker müssen deutsch singen
Wählerisch sollte nach Scheuflers Ansicht bei Evangelisationen mit der Musik umgegangen werden. Eine Begleitband müsse ganz überwiegend deutsche Lieder singen, da weniger als ein Drittel der Deutschen englische Texte auf Anhieb verstehe. Außerdem müssten zumindest die Sänger entschiedene Christen sein, für die die Bibel Richtschnur auch im Blick auf ihren Lebensstil sei. Moderne Lobpreislieder hält Scheufler in Evangelisationen für wenig geeignet, da sie zum Gottesdienst gehörten. In der Evangelisation brauche es dagegen verkündigende Texte. Scheufler warnte auch davor, um jeden Preis neueste Lieder in einer Evangelisation einzusetzen: „Für unsere Gäste sind alle Lieder neu.“ Trotz der erforderlichen Sorgfalt sollte das Rahmenprogramm andererseits nicht überbetont werden. Ein „auf Erfolg getrimmter Zirkus“ sei noch keine fruchtbringende Evangelisation, sagte Scheufler.
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