Alle Menschen sind Fremde!

Sein Name war Programm. Jakob bedeutet „Der Hinterlistige“. Er hat Vater und Bruder übers Ohr gehauen und musste fliehen. Nach vielen Jahren treibt es ihn von der Fremde zurück. Nur noch eine Nacht trennt ihn vom Gelobten Land. Jetzt passiert aber etwas Merkwürdiges. Es ist also würdig, dass jeder sich das merkt. Jemand hat etwas dagegen, dass Jakob einfach so ins Gelobte Land reinspaziert. Eine gewaltige Macht steht ihm entgegen. Es gibt einen Kampf in der Nacht. Jakob merkt, Gott bewacht das Gelobte Land. Da dürfen nur die rein, die rein sind. Sünde passt nicht ins Licht. Gott kann Jakob von der Liste streichen und muss das nicht mal erklären. Aber er lässt sich herab, um mit Jakob zu kämpfen. Es ist ein ungleicher Kampf. Aber Jakob greift plötzlich in das Herz Gottes. „Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast!“ schreit er. Er meint: Du darfst nicht weggehen. Du darfst mich nicht in der Dunkelheit lassen.
Mit einer Waffe lässt Gott sich gern besiegen. Es ist sein Wort. Dass er Jakob zum Segen machen will, hatte Gott versprochen. Das war die einzige Chance, die Jakob hatte und er hat sie ergriffen: „Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast!“
So wie damals Jakob, irren heute alle Menschen in der Fremde umher. Nicht nur Flüchtlinge sind betroffen sondern auch Demonstranten, Polizisten, Humanisten, Kommunisten und Faschisten. Alle Menschen sind Fremde!
Wie bei Jakob gibt es heute für alle nur eine Chance, um in der ewigen Heimat anzukommen. Greif in das Herz Gottes! Ruf zu dem, der den Kampf am Kreuz schon gewonnen hat – JESUS.

Ihre Seelen schrein nach Frieden, sind erschöpft von Kampf und Leid.
Ihnen schlägt oft Hass entgegen, wer hat schon für Fremde Zeit?

Alle Menschen sind doch Fremde überall in dieser Welt.
Aber Gott gibt jedem Heimat, der ihn liebt und zu ihm hält.

Kommst Du einmal in die Fremde, weißt Du erst wie´s Fremden geht.
Soll man Dich dort so behandeln, wie es Fremden oft ergeht?

Jesus kam auf unsre Erde, lebte als ein Fremder hier.
Seine Heimat war im Himmel, und er sagte: „Kommt zu mir!“

Manchmal denkst Du an Dein Ende, fragst Dich dann: „Wo geh ich hin?
Ist der Himmel mein Zuhause, ob ich ewig Fremder bin?“

Lutz Scheufler

Liedtext: Lutz Scheufler  © S.D.G.-Verlag / CD „Nicht ohne meine Gitarre“

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