Waldgottesdienst

Freiluftgottesdienst Stützengrün 16. Mai 2016

Der Heilige Geist ist der „Kraftstoff“ für die Weltmission

Stützengrün (idea) – Der Heilige Geist ist der „Kraftstoff“ für die weltweite Mission. Er wurde an Pfingsten nicht nur ausgegossen, damit Christen ihr persönliches Leben ändern, sondern damit sie losgehen und das Evangelium weitersagen. Diese Ansicht vertrat der Evangelist Lutz Scheufler (Schwaben bei Zwickau) beim größten sächsischen Freiluftgottesdienst am Pfingstmontag in Stützengrün (Erzgebirge). Dazu versammelten sich trotz eisiger Temperaturen rund 1.500 Christen. Das Pfingstfest erinnere Christen daran, dass sie Botschafter Jesu seien, so Scheufler. Damit sie das sein könnten, schenke der Heilige Geist aber zunächst Kraft, das eigene Leben zum Positiven zu verändern. Auch unter Christen sei die Meinung verbreitet, dass ein solcher Wandel bei ihnen unmöglich sei. Die Gründe seien verschieden: „Die Gene, die Hormone, das ererbte Temperament, die schlechten Eltern, die falsche Erziehung, der Freundeskreis, die falsche Bildung, das soziale Umfeld.“ Aber Menschen seien keine Automaten, die Gott mit Genen gefüttert habe und die nun nicht mehr anders könnten: „Du bist durch den Heiligen Geist frei, anders zu werden. Dein Charakter kann verbessert werden. Dein Verhalten kann sich ändern. Deine Überzeugungen können reifer werden. Deine Begabungen lassen sich kultivieren.“

Freiluftgottesdienst in Stützengrün
Trotz eisiger Temperaturen kamen rund 1.500 Christen zum Freiluftgottesdienst nach Stützengrün. Der Evangelist Lutz Scheufler sprach zu den Besuchern. Foto: Eberhard Mädler

Scheufler: „Jesus will die Weltmission“

Allerdings habe er bei manchen Christen den Eindruck, dass sie der Meinung seien, der Heilige Geist sei nur dazu da, um sie zu besseren Christen zu machen, sagte der Evangelist. Das seien aber nur angenehme Nebenwirkungen. Das Hauptziel bleibe, dass alle Menschen das Evangelium hörten: „Jesus will die Weltmission.“ Seit 97 Jahren veranstalten in Stützengrün stets am Pfingstmontag die Landeskirchlichen Gemeinschaften einen Gottesdienst, der auch die beiden Diktaturen im letzten Jahrhundert überdauerte. Hauptverantwortlich ist die Gemeinschaft Stützengrün unter ihrem Vorsitzenden Hartmut Leistner. Das eineinhalbstündige Programm besteht allein aus Chorbeiträgen und einer evangelistischen Predigt. Zum Gottesdienst mitten im Wald und ohne Sitzplätze führt die älteste Schmalspurbahn Sachsens Sonderfahrten durch.

© idea online – Foto: E. Mädler

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